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Jérôme Franssen

Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung

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Mündliche Frage zum Thema Meisterbrief – Antwort von Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung Jérôme Franssen

  • 6. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Abgeordnete des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft richten regelmäßig Fragen an die Mitglieder der Regierung.


In der folgenden mündlichen Anfrage geht es um das Thema Meisterbrief. Jérôme Franssen, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hat diese Frage beantwortet.


Nachfolgend die parlamentarische Anfrage sowie die Antwort des Ministers.


Frage:

Wie bewerten die betroffenen Akteure (Regierung, ZAWM, Wirtschaft) diese Entwicklung des Stellenwertes eines Meisterbriefs, insbesondere nach der Reform in der Wallonie?


Antwort von Minister Jérôme Franssen:

Der Meisterbrief ist in Ostbelgien ein Gütesiegel für Qualität, Fachkompetenz und Führungsfähigkeit. Die Ausbildung umfasst nicht nur fachliches Know-how, sondern auch betriebswirtschaftliche, rechtliche und pädagogische Inhalte – also ein umfassendes Kompetenzprofil.

 

Zu welcher konkreten Entwicklung es führt, dass man zum Eintrag als Selbstständiger keine Betriebsführungskenntnisse mehr vorweisen muss, lässt sich derzeit noch nicht genau abschätzen.

 

In diesem Ausbildungsjahr sind die Teilnehmerzahlen und somit auch die Kursstunden in der Meisterausbildung am ZAWM gestiegen. Neue Meisterkurse sind gestartet oder werden stabil weitergeführt.

 

Fest steht: Die Regierung, das IAWM und das ZAWM werden an dem Weg festhalten, dass betriebswirtschaftliche Grundlage ein fester Bestandteil des Meisterkurses bleiben.

 

Der Kurs ist inhaltlich vollständig und behandelt nicht nur einzelne Teilbereiche, sondern behält das „große Ganze“ im Blick. Das Zusammenspiel aus Praxis, Fachkompetenz und Unternehmertum bleibt somit weiterhin relevant.

 

In diesem Sinne bleibt das Angebot nicht nur bestehen – es wird gezielt weiterentwickelt.

Betriebsführungskurse (A-Kurse) bleiben ein fester Bestandteil der Meisterausbildung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

 

Die Weiterbildungsakademie LevelUp des ZAWM bietet zudem einen kompakten Crashkurs zum Thema Betriebsführung an. Dieser Kurs wird auch weiterhin angeboten werden und wird genauso wie der Betriebsführungsteil in den Meisterkursen weiterentwickelt, sodass er den Teilnehmenden eine praxisnahe Unterstützung bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit bietet und eine wertvolle Weiterbildungsmöglichkeit in diesem Bereich darstellt.

Gezielte Werbemaßnahmen sollen auf die Qualität und die vielfältigen Möglichkeiten der Meisterausbildung aufmerksam machen. Um mehr Sichtbarkeit zu schaffen, werden die Ausbildungsbetriebe stärker eingebunden, die Erfolgsgeschichten von Auszubildenden, und somit Meisteranwärtern sowie Meistern sollen potenziellen Teilnehmenden die Perspektiven aufzeigen und ein neuer, interaktiver Internetauftritt ist für die duale Ausbildung geplant.

Unsere Botschaft dabei lautet: „Stolz sein auf das, was geschafft wurde“.

 

Und ferner, im Hinblick auf die Wallonie: Ich habe es in den Gesprächen mit den ostbelgischen Akteuren bereits mehrfach erwähnt und möchte es auch an dieser Stelle nochmals betonen: die Regierung der DG plant keine Anpassung der dualen Ausbildung in Richtung der geplanten Reformen in der Wallonie, bei denen voraussichtlich bis zum 18. Lebensjahr nur der technisch-berufliche Unterricht und ab dem 18 Lebensjahr das IFAPME zuständig sein würde. Dies käme aus meiner Sicht dem Ende der dualen Ausbildung gleich.

Dem werden wir in der DG auf keinen Fall folgen.

 

Ich spreche mich deutlich für das bestehende System aus: Ausbildung zum Gesellen und darauf aufbauende Erlangung des Meisterbriefes, verbunden mit Betriebsführungskenntnissen.

Jérôme Franssen

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