Medienkompetenz an Schulen in Ostbelgien
- CF
- 20. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Tagen
Der rahmenplanorientierte Leitfaden zur Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz, der 2013 eingeführt wurde, wurde 2022 unter Einbindung der Fachberatung Medien an der Autonomen Hochschule, der Lehrermediothekare der Sekundarschulen sowie von Vertretern des Medienzentrums und des Fachbereichs Pädagogik überarbeitet.
Die bis dahin 5 Kompetenzbereiche:
1. Bedienen und Anwenden,
2. Informieren und Recherchieren,
3. Kommunizieren und Kooperieren,
4. Produzieren und Präsentieren und
5. Analysieren und Reflektieren
wurden inhaltlich neu gefasst und um einen 6. Kompetenzbereich, Problemlösen und Modellieren, ergänzt.
Dieser neue Kompetenzbereich verankert eine informatische Grundbildung als festen Bestandteil in unserem Bildungssystem. Neben Strategien zur Problemlösung werden hier Grundfertigkeiten im Programmieren vermittelt sowie die Einflüsse von Algorithmen und die Auswirkungen automatisierter Prozesse in der digitalen Welt reflektiert. Damit greift der Leitfaden zentrale Entwicklungen auf, die 2013 noch keine zentrale Rolle spielten.
Darüber hinaus wurde der gesamte Leitfaden auf den Kindergarten ausgeweitet und gilt nun vom Kindergarten bis zum Ende der Sekundarschule. Neben den neuen Kompetenzbeschreibungen enthält die Überarbeitung auch eine Auswahl von Materialien und Dokumenten für den konkreten Unterricht, die aus den Beständen der Mediothek der Autonomen Hochschule und den Schulmediotheken der Sekundarschulen stammt und allen Lehrpersonen über den Verbund medienkatalog.be zur Verfügung stehen.
Ergänzend dazu stellt die Fachberatung Medien an der AHS weitere Materialien und Unterrichtsvorbereitungen auf der Basis des überarbeiteten Leitfadens online bereit und begleitet die Umsetzung durch regelmäßige Weiterbildungen in den Schulen Ostbelgiens und in der AHS.
Zur Frage der Verbindlichkeit: Der Leitfaden ist derzeit "nur” rahmenplanorientiert und nicht eigenständig verpflichtend. Genau hier setzen wir jedoch jetzt an. Im Zuge der anstehenden Neuausrichtung der Rahmenpläne wird die Informations- und Medienkompetenz als fächerübergreifender Kompetenzbereich verpflichtend integriert. Damit wird IMK künftig nicht ergänzend, sondern strukturell und verpflichtend verankert sein.
Ziel ist, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Zukunft systematisch und verlässlich auf die rasant wachsenden Anforderungen einer digitalen Arbeits- und Lebenswelt vorbereitet werden. Implementierungsveranstaltungen und gezielte Weiterbildungsangebote werden die Lehrpersonen in Ostbelgien unterstützen und bei diesem Prozess begleiten. Sondierungen und die Konzeptarbeit haben 2025 stattgefunden, der konkrete Arbeitsprozess zur IMK beginnt noch in diesem Schuljahr.






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