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Jérôme Franssen

Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung

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Jérôme Franssen

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Mündliche Frage zum Thema Anwerbung von Fachkräften – Antwort von Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung Jérôme Franssen

  • 7. Nov. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Abgeordnete des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft richten regelmäßig Fragen an die Mitglieder der Regierung.


In der folgenden mündlichen Anfrage geht es um das Thema Anwerbung von Fachkräften. Jérôme Franssen, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hat diese Frage beantwortet.


Nachfolgend die parlamentarische Anfrage sowie die Antwort des Ministers.


Frage: Unternimmt die DG-Regierung Initiativen, um in anderen Ländern gezielt Fachkräfte für den ostbelgischen Arbeitsmarkt zu gewinnen?


Antwort von Minister Jérôme Franssen:

Die Initiative der Abwerbung belgischer Fachkräfte durch Drittstaaten geschieht unabhängig von der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Das liegt nicht in unserem Interesse.

 

Wir leben aber zum Glück in einer freien Welt und können daher am Ende nicht verhindern, dass sich Menschen für Arbeitsplätze außerhalb Ostbelgiens entscheiden. Diese Entscheidungen haben wir zu respektieren.

 

Dennoch hat die Deutschsprachige Gemeinschaft ein vitales Interesse daran, Arbeitskräfte an einen attraktiven Standort zu binden. Und wir haben im Rahmen der Autonomie auch einen nicht zu gering einzuschätzenden Einfluss darauf, dass wir durch die Gestaltung unserer Zuständigkeiten - u.a. in der Bildung, Ausbildung, Beschäftigung, aber auch in der Kinderbetreuung, Gesundheit, Kultur, Sport sowie auch der Raumordnung – Dienstleistungen und Werte schaffen, durch die wir die Lebensqualität und somit die Attraktivität unserer Region erhöhen.

 

In Zeiten des Fachkräftemangels sind diese weichen oder indirekten Standortfaktoren von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

 

Im Mittelpunkt ihrer Fragestellung stehen zwei Initiativen: das Fachkräftebündnis sowie die Standortmarke Ostbelgien. Im Rahmen des Fachkräftebündnisses werden wir für diese Legislaturperiode eine umfassende Strategie zur Fachkräftesicherung entwickeln. Dabei wollen wir auch klare Profile definieren, die wir möglicherweise auch für die Anwerbung externer Fachkräfte berücksichtigen werden. Dabei ist auch sehr klar zu definieren, wie sich externe Fachkräfte in Ostbelgien integrieren können.

 

Die Standortstrategie fördert die Anziehung ausländischer Arbeitskräfte. Wir brauchen ein positives Image unserer Region.

 

In Ostbelgien soll man sich wohlfühlen, ob am Arbeitsplatz oder mitten in der Gesellschaft. Vor einigen Jahren hat die Deutschsprachige Gemeinschaft daher auch einen sogenannter Welcome Service eingerichtet, den wir zum Welcome Center ausbauen werden- ein Dienst, der eine Anlaufstelle für Menschen ist, die beruflich nach Ostbelgien wechseln und möglicherweise gleichzeitig hierhin zu ziehen möchten.

 

Dieser Service unterstützt bei Fragen wie: Bei welchen Stellen sollte ich mich melden – und wo genau wofür? Welche Unternehmen und Arbeitgeber passen zu mir? Welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung und Gesundheitsversorgung gibt es? Wie steht es um das Bildungsangebot? … Der Welcome Service fungiert als Kompass für Ankommende, indem er dabei hilft, die passenden Informationen zu vermitteln oder die kompetentesten Anlaufstellen in der Region zu identifizieren und hinzuleiten. Zudem ist der Service auch dann Ansprechpartner, wenn die Entscheidung für Ostbelgien noch nicht feststeht und sich die Interessenten über die Angebote und Arbeitsplatzchancen in Ostbelgien informieren möchten.

 

Mit diesen Maßnahmen und Initiativen arbeiten wir kontinuierlich daran, Ostbelgien als attraktiven Arbeits- und Lebensort zu stärken und dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen.

Minister Jérôme Franssen

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