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Jérôme Franssen

Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung

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Mündliche Frage zum Thema Reform der Lehrergrundausbildung – Antwort von Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung Jérôme Franssen

  • 9. Okt. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Abgeordnete des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft richten regelmäßig Fragen an die Mitglieder der Regierung.


In der folgenden mündlichen Anfrage geht es um das Thema Reform der Lehrergrundausbildung. Jérôme Franssen, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hat diese Frage beantwortet.


Nachfolgend die parlamentarische Anfrage sowie die Antwort des Ministers.


Frage:

Haben Sie Anpassungen an der Neuausrichtung der Lehrergrundausbildung veranlasst?


Antwort von Minister Jérôme Franssen:

Wie bereits in der vergangenen Regierungskontrolle gesagt, ist das Ziel dieser Reform, dass die neuen Lehrkräfte durch das zusätzliche Studienjahr bei Berufsantritt deutlich mehr Praxiserfahrung mitbringen als bislang. Außerdem werden sie über eine Grundausbildung in Französisch und in Förderpädagogik verfügen, wodurch der Studiengang nicht nur eine quantitative, sondern vor allem eine qualitative Aufwertung erfährt.

 

Alle an der AHS ausgebildeten Lehrkräfte werden dazu befähigt, den Fremdsprachenunterricht erteilen zu können und erwerben zudem notwendige Kompetenzen in der Förderpädagogik. Diese Kompetenzen können für die angehenden Lehrkräfte nur von Vorteil sein angesichts der zunehmenden Heterogenität in unseren Schulen. Langfristig werden diese Maßnahmen die angespannte Personalsituation in den Grundschulen entschärfen.

 

Um den gestiegenen Anforderungen an den Lehrerberuf Rechnung zu tragen, ist eine grundlegende Reform erforderlich. Die Ausbildung von Lehrern und Kindergärtnern steht in einem engen Zusammenhang mit den sich wandelnden gesellschaftlichen, bildungs- und schulsystematischen Anforderungen. Die Integration von Themen wie pädagogischer Diagnostik, Medienpädagogik und der Zusammenarbeit mit multiprofessionellen Teams wird im neuen Curriculum verstärkt berücksichtigt.

 

Die Hochschule arbeitet im Austausch mit dem Ministerium und dem Kabinett an der Umsetzung der Reformpläne, sodass im September 2025 erstmals das vierjährige Studium starten kann. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch diese Reform nicht nur den aktuellen Herausforderungen begegnen, sondern auch zukunftsfähige Lehrkräfte ausbilden werden.

 

Wir sind dabei prüfen zu lassen, in wieweit im Anschluss an den Bachelor Kooperationen, um einen aufbauenden Master hieran anknüpfend zu ermöglichen sind. Dies, um die Anschlussfähigkeit an einen Master durch das vierte Jahr wesentlich zu stärken.

 

Natürlich wird das eine Jahr, in dem keine Studienabgänger die AHS verlassen, die Situation kurzfristig nicht verbessern. Ich bin jedoch überzeugt, dass die qualitativ bessere Ausbildung der Berufseinsteiger die Personalplanung im Unterrichtswesen mittel- bis langfristig erleichtern wird.

Minister Jérôme Franssen

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