Mündliche Frage zum Thema AHS-Studiengang „Soziale Arbeit“ – Antwort von Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung Jérôme Franssen
- 8. Okt. 2025
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Abgeordnete des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft richten regelmäßig Fragen an die Mitglieder der Regierung.
In der folgenden mündlichen Anfrage geht es um das Thema AHS-Studiengang „Soziale Arbeit“. Jérôme Franssen, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hat diese Frage beantwortet.
Nachfolgend die parlamentarische Anfrage sowie die Antwort des Ministers.
Frage:
Haben Sie Rückmeldungen der Lehrer sowie Mitschüler bezüglich des Verlaufs des ersten Studienjahres (Soziale Arbeit) erhalten?
Antwort von Minister Jérôme Franssen:
Ende Juni konnten die Studierenden des ersten Jahres Soziale Arbeit an einer freiwilligen Evaluation des Studiengangs teilnehmen, was 15 von 23 Personen auch getan haben.
Das erste Studienjahr wurde von den Studierenden insgesamt als positiv bewertet. Viele berichteten von einer motivierenden Lernatmosphäre, einem starken Zusammenhalt innerhalb der Gruppe sowie einer wertvollen Unterstützung durch die Dozierenden. Besonders geschätzt wurde die Kombination aus theoretischen Inhalten und praxisnahen Elementen, die den Einstieg in das Studium trotz anfänglicher Herausforderungen als bereichernd und spannend erscheinen ließ. Kritisch gesehen wurde der hohe Anteil französischsprachiger Unterrichtseinheiten und verschiedene, wenig relevante oder gedoppelte Unterrichtsinhalte.
Die Rückmeldungen insgesamt werden nun geprüft und gegebenenfalls werden Anpassungen für die kommenden Studienjahre erarbeitet.
Auch aus Sicht des Kollegiums verlief das erste Studienjahr insgesamt sehr positiv. Die Dozierenden erlebten die Studierenden als interessiert, engagiert und offen gegenüber neuen Lernformaten. Gleichzeitig bedeutete der Start eines neuen Studiengangs auch für die Dozierenden eine besondere Herausforderung: Neue Lehrinhalte mussten konzipiert, abgestimmt und in ein stimmiges Curriculum eingebettet werden – ein Prozess, der als intensiv, aber auch bereichernd empfunden wurde.
Auch die Kooperation mit der Hochschule HELMo wird von beiden Seiten als gewinnbringend eingeschätzt.
Die Erfolgsquote des ersten Studienjahrgangs ist positiv. Von 23 eingeschriebenen Studierenden haben 21 Studierende sämtliche Prüfungen ablegen und das Praktikum absolvieren können. 19 Studierende haben das Jahr erfolgreich bestanden. Durch zwei Quereinsteiger ist die Studierendenzahl im zweiten Jahr nun auf 21 Teilnehmer gestiegen, während 19 Studierende im September das erste Jahr des Studiengangs begonnen haben.
Ich möchte betonen, dass die Regierung gerade aufgrund des bereits vor einigen Jahren bestehenden Fachkräftemangels diese Ausbildung ins Leben gerufen hat. Es gilt nun einen kompletten Studiengang abzuwarten, um zu analysieren, ob die Ausbildung Früchte trägt und die frisch gebackenen Sozialarbeiter eine Tätigkeit in dem Bereich in Ostbelgien aufnehmen.
Wie mir meine Kollegin Ministerin Klinkenberg bestätigte, hat der Gesundheits- und Sozialsektor, vor dem Hintergrund eines steigenden Bedarfs an Sozialarbeitern, selbst bereits Maßnahmen ergriffen. Das Netzwerk Süd hat seinerseits eine Kampagne in die Wege geleitet zur Werbung für den Beruf des Sozialarbeiters. Und einige ÖSHZ stellen Überlegungen an, Aufgaben, die nicht zu den geschützten Tätigkeiten des Sozialarbeiters gehören, an andere Mitarbeitende zu übertragen und die Sozialarbeiter somit zu entlasten.






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