Mündliche Frage zum Thema Fachkräfte – Antwort von Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung Jérôme Franssen
- 13. Feb. 2025
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Abgeordnete des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft richten regelmäßig Fragen an die Mitglieder der Regierung.
In der folgenden mündlichen Anfrage geht es um das Thema Fachkräfte. Jérôme Franssen, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hat diese Frage beantwortet.
Nachfolgend die parlamentarische Anfrage sowie die Antwort des Ministers.
Frage:
Welche Maßnahmen plant die Regierung, um gezielt Fachkräfte von außerhalb zur Aufnahme einer Beschäftigung in Ostbelgien zu bewegen?
Antwort von Minister Jérôme Franssen:
Die Fachkräfteklausur, die am 29. Januar 2025 stattgefunden hat, ist auf Einladung des für das Fachkräftebündnis zuständigen Ministerpräsidenten organisiert worden. Vertreten waren bei dem Austausch Vertreter der Regierung, Fachbereiche des Ministeriums, des Arbeitsamts, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, des Arbeitgeberverbandes und der Mittelstandsvereinigung Ostbelgien.
Die Regierung nutzt das Fachkräftebündnis, um konkrete Maßnahmen, die den Arbeitsplatz Ostbelgien attraktiv machen, zu erarbeiten. Es handelt sich hier um ein Tätigkeitsfeld, das vom Standortmarketing über die Beschäftigungspolitik bis hin zur Gesundheitsprävention reicht, also die Zuständigkeiten aller Minister betrifft. Das Treffen in der Fachkräfteklausur, das eines von mehreren ist, diente den vertieften Austausch.
Entscheidungen sind hier noch nicht getroffen und es wäre verfrüht, Ihnen bereits jetzt einen konkreten Maßnahmenkatalog zu präsentieren.
In meinem Zuständigkeitsbereich verweise ich auf meine Aussagen im Rahmen der Regierungserklärung, zur Haushaltsdebatte und bei etwaigen Fragestellungen bei der Regierungskontrolle. Wir werden die Anerkennungsprozeduren für ausländische Fachkräfte beschleunigen, generell Verwaltungsverfahren vereinfachen und die Sprachförderung als Hebel nutzen. Was die bessere Nutzung der Inland-Potentiale betrifft, so bedarf es gezielter Maßnahmen, um die Zielgruppen der Langzeitarbeitslosen, der Arbeitsuchenden mit Migrationshintergrund und der Langzeitkranken in Beschäftigung zu integrieren. Nicht zuletzt die auf der Ebene des Föderalstaates beschlossenen Vorhaben, u.a. die Auszahlung des Arbeitslosengeldes auf 2 Jahre zu begrenzen, stellt einen Paradigmenwechsel dar, dem wir Rechnung tragen müssen.
Dies war unter anderem Gegenstand der Fachkräfteklausur.






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