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Jérôme Franssen

Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung

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Mündliche Frage zum Thema Französischkenntnisse der ostbelgischen Schüler – Antwort von Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung Jérôme Franssen

  • 28. Nov. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Abgeordnete des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft richten regelmäßig Fragen an die Mitglieder der Regierung.


In der folgenden mündlichen Anfrage geht es um das Thema Französischkenntnisse der ostbelgischen Schüler. Jérôme Franssen, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, hat diese Frage beantwortet.


Nachfolgend die parlamentarische Anfrage sowie die Antwort des Ministers.


Frage:

Welche konkreten Pläne und Maßnahmen verfolgen Sie, um die Förderung der Zweitsprache Französisch (Französischkenntnisse) in Kindergärten, Schulen und der breiteren Gesellschaft zu intensivieren und zu gestalten?


Antwort von Minister Jérôme Franssen:

Seit 2008 werden die DELF-Tests durchgeführt. Sie liefern wertvolle Erkenntnisse über die Sprachkompetenzen der Schüler. Seit 2018 werden diese Sprachstandserhebungen für Schüler des 6. Primarschuljahres, des 6. und 7. Sekundarschuljahres sowie des 3. Lehrjahres in der mittelständischen Ausbildung organisiert. Getestet werden die Kernkompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher und mündlicher Ausdruck.

 

In der vergangenen Legislaturperiode wurden bereits mehrfach parlamentarische Fragen zu diesem Thema gestellt, so dass umfangreiches Datenmaterial vorliegt. Erlauben Sie mir daher, auch aufgrund der Kürze der Zeit, nur einige wesentliche Kennziffern zu nennen.

 

Zur Stärkung des Französischen als erste Fremdsprache werden mehrere Strategien verfolgt:

 

-      bilinguale Kindergärten und Primarschulen werden unterstützt (CFA Kelmis, Grundschule Kelmis, Grundschule Herbesthal)

-      Grundschulen werden verstärkt sensibilisiert, die Möglichkeiten des Dekrets vom 19. April 2004 über die Vermittlung und den Gebrauch der Sprachen im Unterrichtswesen zu nutzen. Im Kindergarten wurde dafür das Amt des Fachlehrers für fremdsprachliche Aktivitäten („native speaker“) eingeführt. Auf Ebene der Primarschule wurde das Angebot an Sachfächern, die in der ersten Fremdsprache erteilt werden können, erweitert. Neben Sport, Kunst und Musik ist dies nun auch für Geografie und Mathematik möglich. 

-      Auch in der Primarschule wurde die Möglichkeit geschaffen, eine zusätzliche Stunde Fremdsprachenunterricht pro Klasse anzubieten, sofern das Stellenkapital dies zulässt.

-      Nicht zuletzt wird die Grundschullehrerausbildung reformiert und Französisch als Fremdsprache fester Bestandteil der Ausbildung sein.

 

-      In Sekundarschulen wird die Mehrsprachigkeit ebenfalls weiter gefördert. Sachfächer können auch in der ersten Fremdsprache unterrichtet werden.

-      Und ich erinnere an die Vorbereitungskurse für junge Ostbelgier, die ein Studium an frankophonen Hochschulen anstreben.

 

Ich möchte ein Fazit ziehen: Wir unterstützen bereits zahlreiche Initiativen zur Förderung der Französischkenntnisse unserer Kinder und Jugendlichen. Und die Ergebnisse zeigen auf, dass es noch einiges zu tun gibt.

 

Zudem planen wir eine weitere Intensivierung dieser Maßnahmen im Rahmen der Überarbeitung der Rahmenpläne zur Förderung der Grundkompetenzen.

Jérôme Franssen

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